Isi über Michi:
Warum die Michi und ich uns kennen? Warum ich Unterreicht bei ihr nehme, bzw. sie sich auch "gerne" mal von meinem Pferd schmeißen lässt?
Eigentlich eine kurze Geschichte. Naives Mädchen, geben wir ihr mal meinen Namen, verliebt sich in einen 2-3jährigen Schecken- Pony- Hengst, kauft den kleinen Gaul mit den 2 verschiedenfärbigen Augen. gibt ihm den Namen Fridolin und stellt ihn bei der Wenger Petra im Stall ein. Naja, nachdem wir nach 1 Monat oder so geklärt hatten, dass ihn die Bürste nicht beißt, nach wochenlangem longieren usw. kam der tag der Wahrheit. Ich setzte mich also, nachdem ich 1 Jahr lang auf keinem Pferd gesessen bin und ich eine absolute Freitzeitreiterin, wenn man das überhaupt so nennen darf :-), auf meinen Fridolin. Super brav, doch beim nächsten Versuch in der Reithalle- Nasenbruch usw.- einfach blöd gelaufen, aber natürlich auch selber schuld.
Dann kam er 2Wochen zu einer Dame zum Beritt, die dann aber nicht mehr länger Zeit hatte ihn zu reiten. Also brachte ich ihn wieder nach Hause in den Wenger- Vockner- Stall, die mir dann bei allem und jenem zur Seite standen, also musste ich nur reiten, das lief auch 2-3 Monate gut, bis dieses Pony mit zwei Gesichtern mich mal wieder nicht mehr tragen wollte. Ich beschloss, dass ich dringend Hilfe brauche, also noch zusätzliche Hilfe, die sich auch auf meinen Fridolin raufsetzen kann.
Die Petra stellte also eine Anzeige ins Internet, um jemanden zu finden, der mir unter die Arme greifen konnte. Und da war sie schon, die Michi.
Am Telefon: " Ich werde nur anfangs dein Pferd reiten, du musst auch dabei sein, wenn ich reite und dann reitest du!!!!" Die Anweisungen bekam ich also schon bevor ich überhaupt ein Gesicht zum Namen hatte :-) - wie immer!!!
1. Stunde Beritt: Michi betritt den Stall und 5 Minuten später überschlägt sich mein Pferd am Putzplatz, weil.................keine Ahnung, er hinterließ jedenfalls einen super 1. Eindruck.
Naja, seit wir uns kennen, hab ich mit einem super, braven Pferd von der Petra den Reiterpass gemacht und die Michi hat mit mir fleißig trainiert. Mit dem Fridolin wär das noch keine so gute Idee gewesen, obwohl ich es so eingeplant gehabt hätte. Im vergangenem Sommer waren wir gemeinsam auf ein paar kleinen Tunieren, wo er bis auf 2 kleine Zwischenfälle ( einmal musste ich mich und einmal die Michi sich opfern zum Sturz) schon ganz brav gegangen ist und ich auch jetzt noch stolz bin auf ihn.
Ich muss sagen, ich bin froh, dass die Frau Michaela sich das noch immer antut mit meinem launischen Pony und der launischen Besitzerin ( wie da Herr so s´Gscher!). Nachdem ich oft längere Zeit nicht zum trainieren komm, muss sie oft mal wieder von Null anfangen, aber sie hat sich noch nie so wirklich beschwert. Und die Hauptsache bei der ganzen Reiterei und allem rundherum ist der Spaß und dass es unseren Pferden gut geht. Mit der Michi ist es immer lustig, auch auf spießigen Dressur- Tunieren und solange das so bleibt, werd ich weiterhin bei ihr reiten. Außerdem hat sie mir immer gut zugeredet, was meinen kleinen Gauner angeht. Sie ist auch eine gute Freundin geworden und ich hoffe mal, das bleibt so, außer sie verschwört sich gegen den Schecken!!!!
Michi über Isi:
Lange hab ich gewartet…..endlich hab ich mich aufgerafft. Viele waren schon böse, jetzt schreibe ich den Bericht… endlich!
Isabella reitet nun schon am längsten bei mir, schon seit Mai 2007.
Am Anfang war es eine fast unlösbare Aufgabe, ein mittelgroßes Pony, ein wenig verstört, sehr ängstlich mit altersbedingten Wehwehchen im Rückenbereich und eine Reiterin, die in der Jungpferdeausbildung ziemlich unerfahren war und schon oft genug von Ihrem Traumpony im Stich gelassen wurde. Ich glaube, ich war die letzte Chance für das Pony ein Reitpferd zu werden.
Sehr oft wurde auch ich vom Pony enttäuscht. Jedoch war ich von Anfang an von seiner Qualität und Ausstrahlung überzeugt. Fridolin lernt sehr schnell, jedoch macht ihm sein Temperament des öfteren einen Strich durch die Rechnung.
Isabella hatte von Anfang an sehr viel Gefühl, aber halt einfach zu wenig Erfahrung. Ihr Selbstvertrauen holte sie sich auf anderen Pferden zurück, somit konnte auch ziemlich schnell der Reiterpass abgelegt werden.
Im Jahr 2008 gab es zuerst für mich die ersten Turniere mit Fridolin und für Isabella die allerersten Starts mit Ihrem eigenen Pferd.
Im Jahr 2009 konnte schon mit Fridolin die Reiternadelprüfung und die Theorieprüfung zur Reitlizenz abgelegt werden. Mittlerweile sind wir verstärkt dabei die Springausbildung zu forcieren. Fridolin hat unglaublich viel Springpotenzial und Isabella den nötigen Mut und in dieser Hinsicht viel Vertrauen in Ihr Pferd.
Isabella ist nicht nur reiterlich sehr ehrgeizig und konsequent. Im Laufe der Jahre und der engen Beziehung zwischen Pferd – Reiter – und Trainer entwickelte sich eine große Freundschaft zwischen uns!
Sie war es auch, die mich in meiner Idee einen Verein zu gründen am meisten unterstützt hat. Mittlerweile ist Sie nicht nur Gründungsmitglied sondern arbeitet sehr engagiert im Vorstand mit.
Trotz kleiner Streitigkeiten, die meiner Meinung nach, einfach sein müssen um objektiv und gut zu arbeiten, kann ich mich immer voll und ganz auf Isi verlassen.
Um die Professionalität, Reitunterricht und Freundschaft zu trennen, bin ich sehr froh.
Nicht nur ich, sondern das gesamte Team ist stolz und froh Isi und Fridl dabei zu haben.